Was kostet das Laden eines Elektroautos und wo kann man laden?

Darauf gibt es zwei schnelle Antworten:  Weniger als beim Verbrenner (auf jeweils 100 km gerechnet) und: Zwischen nichts (gratis) und ziemlich viel. Um die Frage zu beantworten, wieviel das Laden eines Elektroautos kostet, ist ein Blick auf die Ladesituation in Deutschland erforderlich. Dabei sind zwei Aspekte zu berücksichtigen:  Wie laden Sie (AC oder DC)? Wo laden Sie?

Beginnen wir mit der zweiten Frage. Hier lässt sich feststellen, dass der Preis für das Laden des Elektroautos  unmittelbar davon abhängt, ob sie bei sich zuhause laden, eine öffentliche Ladestation nutzen oder bei Ihrem Arbeitgeber Strom tanken.

zu Hause laden:

Wenn Sie an Ihrer privaten Wallbox oder Ladesäule Strom in Ihr privates E-Auto laden, entstehen Ihnen die Kosten, die Ihr Stromversorger je Kilowattstunde (kWh) berechnet. Es ist dabei sogar gut möglich, dass durch das regelmäßige Laden Ihres E-Autos die über das Jahr verbrauchte Strommenge soweit steigt, dass Sie in einen günstigeren Tarif bei Ihrem Stromversorger kommen.

In einer Vollkostenrechnung müssten Sie auch die Kosten der Wallbox oder Ladesäule (Kaufpreis und Installation) einkalkulieren. Wie hoch diese Kosten sind, hängt dann davon ab, welches Modell  Sie kaufen, wie viel Strom Ihr Auto im Jahr verbraucht und über welchen Zeitraum Sie die Wallbox oder Ladesäule nutzen wollen.

enomo berät Sie gerne bei der Auswahl der für Sie passenden Ladestation, ob als Ladesäule oder als Wallbox. Nutzen Sie unseren enomo-check: Unsere Experten kümmern sich schnell, kompetent und kostenlos um Ihr Anliegen.

enomo | Kaufberatung Wallbox 11 kW 22 kW

Beim Arbeitgeber laden:

Ihr Arbeitgeber darf Ihnen den Strom für Ihr privates oder das auch privat genutzte Dienstfahrzeug schenken. Sie müssen nicht einmal den sonst üblichen geldwerten Sachvorteil versteuern. Ebenfalls kostenlos und steuerfrei ist es für Sie, wenn Sie den Strom aus Ihrer Wallbox oder Ladesäule zuhause für den elektrischen Dienstwagen vom Arbeitgeber bezahlen bzw. sich rückerstatten lassen.

Kosten: € 0,00 / kWh oder Ladevorgang

Unterwegs laden:

Jetzt wir es leider unübersichtlich. Das ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass jeder Betreiber einer öffentlich zugänglichen Ladestation selber festlegen kann, welchen Preis er verlangt. Zum anderen ist wesentlich, ob Sie DC-Laden oder eine Wechselstrom-Ladestation nutzen. Darüber hinaus gibt es verschieden Abrechnungsmodelle für den geladenen Strom: Nach kWh, nach Zeit, pauschal oder Mischformen hieraus.

Die Abrechnung nach geladenen kWh ist die genaueste und wird von E-Autofahrern als die fairste Lösung empfunden. Dafür ist es notwendig, dass ein geeichter Strommengenzähler auf der Stromabgangsseite in der Ladestation verbaut ist. Beim DC-Laden ergibt sich hier das Problem, dass geeichten Strommengenzähler für Gleichstrom gerade erst entwickelt und geprüft werden, aber noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen.

DC Ladestationen

Betreiber von DC-Ladestationen (Gleichstrom-Schnelllader) rechnen daher in der Regel über einen Zeittarif ab, d.h. Sie bezahlen pro Minute einen bestimmten Betrag.

Hier ist Vorsicht geboten, Zeittarife können sich schnell zur Kostenfalle entwickeln. Denn es wird nicht die Zeit abgerechnet, in der auch tatsächlich Strom in den Akku Ihres E-Autos fließt. Stattdessen wird die Zeitspanne ermittelt, in der Ihr E-Auto mit der Ladestation verbunden ist – unabhängig davon, ob Strom fließt oder nicht! Wenn Sie also das Ladekabel nicht sofort nach Ende des Ladevorgangs von der Ladestation trennen, läuft die Uhr einfach weiter.

Das Problem mit der fehlenden Eichrechtskonformität haben einige Anbieter von DC-Schnellladestationen, insbesondere an den Bundesautobahnen, bislang umgangen, indem sie das DC-Laden kostenlos anboten. Zurzeit werden die meisten dieser DC-Schnellladestationen auf einen Pauschalpreis umgestellt und ca. € 10,00 je Ladevorgang erhoben. Dabei spielt es keine Rolle, oder Sie nur 10 kWh in den Akku Ihres Plug in Hybriden nachladen, oder den Akku eines Tesla Modell S 100 komplett auffüllen.

AC Ladestationen

Anders ist die Situation bei öffentlichen AC-Ladern (Wechselstrom-Ladestation). Hier gibt es passende, eichrechtskonforme Stromzähler. Das ermöglicht eine genaue, verbrauchsbasierte Abrechnung. Aus der Erfahrung von enomo schwanken die Preise für das öffentliche AC-Laden zwischen ca. € 0,25 und € 0,75 je kWh. An manchen Ladestationen können Sie sogar kostenlos laden. Andere Betreiber verlangen zusätzlich Parkgebühren bzw. eine fixen Betrag für das Starten des Ladevorgangs. Es gibt auch Modelle mit einem zusätzlichen Zeittarif, der Ladesäulen-Blockierer abschrecken soll.  Das Erheben einer pauschalen Bearbeitungsgebühr für die Abrechnung und den Zahlungsvorgang  ist auch nicht selten zu finden.

Mehr zum Thema "Ladestation | Wallbox":

Elektroauto Ladestation zu Hause installieren
Ladestation | Wallbox

Wallbox installieren

Wallbox installieren: was Sie bei der Installation einer heimischen Ladestation beachten sollten Als Fahrer eines E-Autos werden Sie recht bald feststellen, dass das Laden des

Weiterlesen »
enomo verwendet den Einsatz von Cookies um Ihnen ein bestmöglichen Online-Service zu gewährleisten. Durch Nutzung der Webseite erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen unserer Datenschutzerklärung zu.