Studie: e-Bike Fahren macht gesund

Studie: e-Bike Fahren macht gesund

e-Bike Fahren macht fit und gesund. Das Wissen viele aus dem Selbstversuch. Jetzt hat eine Studie die positiven gesundheitlichen Effekte des e-Bike Fahrens nachgewiesen.

Menschen, die sich bewegen statt den ganzen Tag zu sitzen, sind gesünder. Die Anfälligkeit für Herzprobleme, Diabetes, Krebs, Schlaganfall und Depressionen sinkt deutlich, viel Bewegung kann vor Alterskrankheiten schützen und das Leben verlängern.Dennoch bewegen sich die meisten Menschen zu wenig. Auf die Frage, warum treibst du so wenig Sport, gibt es meist eine von zwei Antworten. In meinem vollen Tag bleibt keine Zeit für Training, oder: Ich fühle mich nicht fit genug, um Sport zu machen.

Ist e-Bike Fahren gesundheitsfördernder Sport?

Eine kürzlich veröffentliche Studie aus den USA sagt: Ja, e-Bikes können die Faktoren zu wenig Zeit für Bewegung und mangelnde Kondition für Sport aushebeln. Das durch den Elektromotor unterstützte Fahrradfahren macht Fitnesstraining auch für Menschen mit wenig Kondition oder vollem Terminplan möglich. Wo früher Anstiege oder weite Strecken das Radfahren zur übergroßen Anstrengung machten, kann jetzt mit der Wahl des richtigen Antriebslevels neue Ziele ins Auge gefasst werden. Die Entscheidung, ein Pedelec als Pendler-Fahrzeug zu nutzen, eröffnet neue Möglichkeiten. Sport nicht nach einem langen Arbeitstag einbauen, sondern auf dem Hin-und Rückweg.

Die Studie in angewandter Sportwissenschaft

Die Studie ist Ende Juni im European Journal of Applied Physiology erschienen. Durchgeführt haben sie Wissenschaftler/innen der University of Colorado, Boulder, unter der Leitung von James Peterman.

Sie stellten 20 übergewichtigen oder generell wenig sportlichen Frauen und Männer Pedelecs zur Verfügung und schlugen vor, diese für den Weg zur Arbeit zu nutzen. Alle Modelle waren echte Pedelecs, also e-Bikes bei denen der Antrieb nur mithilft wenn in die Pedale getreten wird und nicht auf Knopfdruck alleine für Vorschub sorgt.

Die Studie stellte sich die Frage, ob e-Bikes ein passendes Trainingsmittel für Menschen sind, die sich wenig bewegen und sonst keinen Sport machen. Kann regelmäßiges e-Bike Fahren Stoffwechsel-Erkrankungen des Herzens vorbeugen? Außerdem sollte untersucht werden, ob Pedelecs, die bis 20 Meilen pro Stunde (ungefähr 32 km/h) beschleunigen, ein sicheres Fahrzeug auch für Neulinge der e-Mobilität und Wiedereinsteiger ins Radeln sind. Daher kam ein Teil der Gelder zur Durchführung der Studie von der Stadtverwaltung in Boulder, die über den Ausbau der (e-)Bike Infrastruktur nachdenkt.

Durchführung

Die Untersuchung brachte die 20 Teilnehmenden zunächst ins Testlabor, um Körperprofil, Sauerstoffaufnahme des Bluts, Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Cholesterin zu checken. Dann stattete man alle jeweils mit einem e-Bike, einem Herzfrequenz-Messgerät und einem GPS-Tracker aus. Dazu die Instruktion, einen Monat lang an mindestens drei Tagen der Woche mit dem e-Bike zur Arbeit zu fahren. An jedem dieser Tage sollten sie mindestens 40 Minuten auf dem Sattel verbringen. Fahr-Geschwindigkeit und die Wahl des Unterstützungslevels war den Teilnehmenden selbst überlassen.

Nach vier Wochen kamen die Probanden ins Labor zurück, um die Werte ein zweites Mai abnehmen zu lassen und die gesammelten GPS und Herzfrequenz-Daten zu übergeben. Die dabei festgestellten Ergebnisse überraschten in ihrer Eindeutigkeit selbst das Forschungsteam.

Erstaunliche Ergebnisse

Alle Teilnehmenden waren mindestens die vorgegebene Zeit von dreimal 40 Minuten pro Woche geradelt. Mehr noch, die Auswertung ergab, dass fast alle mehr gefahren waren als gefordert, mehrere Personen lagen sogar 50 % über dem Soll.

Die Werte der Herzfrequenz-Messungen waren ebenfalls überraschend. Anders als von vielen gedacht, lag diese durchschnittlich bei 75 % der jeweiligen Maximal-Belastung. Dies bedeutet, dass auch mit eingeschaltetem Motor e-Bike Fahren ein moderates Sportprogramm darstellt. Die Anforderung an den Körper ist ähnlich wie leichtes Joggen oder schnelles Gehen.

Zu schnell oder unsicher fühlten sich die Probanden nie, Unfälle gab es keine. Die durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei nur etwa 19 km/h. Dennoch waren bereits nach einem Monat deutliche Veränderungen in den Laborwerten festzustellen. Die Blutzucker waren besser im Griff. Die Sauerstoffaufnahme des Bluts hatte sich verbessert. Bei allen in der Gruppe zeichnete sich ein Trend zur Gewichtsabnahme ab. Kurzum: Die frischgebackenen e-Bike Fans waren fitter und gesünder. Das Risiko von Stoffwechesel-Erkrankungen am Herzen sank bereits nach nur vier Wochen regelmäßigem Pedelec Fahren.

e-Bike Fahren „is a blast“ (= großer Spaß)

Den Senior Betreuer der Studie, William Byrnes, freut besonders, dass diese Art von Bewegung allen Teilnehmenden einfach sauviel Spaß gemacht hätte. Nach Ende des Tests hätten sich mehrere Probanden selbst ein Pedelec gekauft,weil sie solche Freude am e-Bike Fahren gehabt haben.

Das Fahren ohne Motorunterstützung habe fraglos einen noch stärkeren Trainingseffekt, aber der unkomplizierte Einstieg und die Lust darauf, sich mehr und ausdauernder zu bewegen, beantwortet die Eingangsfragen der Studie mit einem klaren Ja. E-Bikes sind ein überzeugendes, gesundheitsförderndes und sicheres Trainingsmittel für Menschen unterschiedlichster Kondition.

Quelle:
http://ebike-news.de/studie-e-bike-fahren-macht-gesund/119192/

 

 

Tags: e-Bike, Pedelec
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