„SyncFueL“ – TU Dortmund entwickelt neues Ladekonzept für E-Autos

 "SyncFueL" - TU Dortmund entwickelt neues Ladekonzept für E-Autos

Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaik-Anlagen sollen zukünftig selbsterzeugten Strom im Rahmen des Eigenverbrauchs nutzen können, um ihr Elektroauto aufzuladen – egal, wo sie sich befinden. Darauf zielt das Forschungsprojekt „SyncFueL“ im Masterplan Energiewende ab. Es wird unter Federführung des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft ie3 der TU Dortmund umgesetzt und mit 1,8 Mio. Euro gefördert.

Nach Ansicht der Forscherinnen und Forscher um Prof. Christian Rehtanz, Leiter des ie3, wird sich Elektromobilität nur dann am Markt durchsetzen, wenn der Ladevorgang komfortabel und zuverlässig erfolgt, an nahezu allen Steckdosen möglich ist und benutzerfreundliche Abrechnungssysteme zur Verfügung stehen. Um zudem die Emissionen im Mobilitätssektor zu senken, müsse der Strom für die Elektrofahrzeuge aus erneuerbaren Energiequellen stammen. In Kooperation mit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, mit dem Klinikum Westfalen GmbH, der Heidelberger Services AG, der Stadt Dortmund und dem Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der TU Dortmund hat das Institut ie3 daher das Projekt „SyncFueL – Synchronisierter Eigenstrom für die Ladung von Elektrofahrzeugen“ gestartet. Das Projekt wird im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Rhein-Ruhr mit über 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Elektroautos kostengünstig und umweltfreundlich laden

SyncFueL soll ermöglichen, die Einspeisung einer Photovoltaik-Anlage mit dem Verbrauch an einer entfernten Steckdose zu synchronisieren. So ließen sich Elektroautos mit kostengünstiger Energie im Sinne des Eigenverbrauchs aufladen. Technisch umgesetzt wird SyncFueL mit einem „synchronisierten mobilen Smartmeter”, der eine leistungssynchrone Eigenstromentnahme an entfernter Steckdose ermöglicht. Der synchronisierte mobile Smartmeter wird an die Steckdose angeschlossen, authentifiziert sich und synchronisiert sich mit dem die Einspeiseleistung messenden Smart Meter an der EE Anlage und der synchronisierte Ladevorgang kann beginnen. Der Nutzer erhält Informationen über die aktuell abrufbare Leistung und kann verschiedene Modi des Ladevorgangs eingeben.

Für Feldtests stehen unter anderem Elektro-Fahrzeuge der kommunalen Flotte der Stadt Dortmund zur Verfügung. „Wir gehen davon aus, dass die Projektergebnisse einen entscheidenden Beitrag zur weiteren Verbreitung der Elektromobilität leisten können“, so der Leiter des Projekts, Dr. Jan Fritz Rettberg. Dazu müssten jedoch die Akzeptanz für die Lösungen und die notwendigen Rahmenbedingungen herbeigeführt werden. Aus diesem Grund sollen Dialogforen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundespolitik und Wirtschaft parallel zu den wissenschaftlich-technischen Arbeiten dafür sorgen, dass die Ergebnisse tatsächlich in der Praxis eingesetzt werden.

Wenn Sie das Video zu SyncFueL ansehen möchten klicken Sie hier.

Quellen: e-Technik TU Dortmund, hsag.info

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