So bekommen Sie Ihre E-Auto Prämie

Für das Umsteigen auf umweltfreundliche Elektromobilität gibt es eine E-Auto Prämie! Der Bund und die einzelnen Bundesländer geben Ihnen bei Kauf oder Leasing Ihres Elektroautos einen staatlichen Zuschuss: Die E-Auto Prämie. Mit dieser E-Auto Prämie zahlen Sie beim Kauf für Ihr neues Elektroauto deutlich weniger!

Die bekannteste E-Auto Prämie ist der sog. „Umweltbonus“. Dieser Bonus ist auch bekannt unter dem Kürzel BAFA-Prämie. Das Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zahlt diese E-Auto Prämie für die Anschaffung eines Elektroautos. Abgewickelt wird dies über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. 

Umweltbonus: Umfang und Verfahren

Der Umweltbonus ist eine Prämie,
um den Absatz neuer und junger gebrauchter Elektrofahrzeuge zu fördern. Der
Bund und die Hersteller teilen sich diese Prämie hälftig.

In der neuesten Fassung mit Stand vom 19.02.2020 richtet sich die Höhe der Förderung nach der Art des elektrischen Antriebs. Rein batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) und Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEV) erhalten eine höhere Förderung als Plug in Hybride (PHEV). Mit der neuen Regelung wurde die Grenze beim Netto-Listenpreis (also ohne Umsatzsteuer) für förderfähige Fahrzeuge auf maximal € 65.000 angehoben.
Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis von bis zu € 40.000 erhalten eine nochmals höhere Förderung.

 

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick.

Fahrzeugart Netto-Listen-Neupreis Hersteller-Anteil netto Umsatzsteuer Bundes-Anteil Gesamtförderung brutto
BEV / FCEV bis 40.000 € 3.000 € 570,00 € 3.000 € 6.570,00 €
BEV / FCEV bis 65.000 € 2.500 € 475,00 € 2.500 € 5.475,00 €
PHEV bis 40.000 € 2.250 € 427,50 € 2.250 € 4.927,50 €
PHEV bis 65.000 € 1.875 € 356,25 € 1.875 € 4.106,25 €

Der Anteil des Bundes wird als einmaliger Zuschuss „brutto für netto“ gezahlt. D.h. es ist egal, ob Sie als Endkunde vom Bruttoverkaufspreis (mit Umsatzsteuer) oder als Unternehmer vom Nettoverkaufspreis (ohne USt.) ausgehen => die E-Auto Prämie, bzw. der Zuschuss des Bundes bleibt immer gleich hoch. Die Hersteller wiederum gewähren ihren Anteil netto zuzüglich Umsatzsteuer. Das heißt für private Kunden, dass durch diese E-Auto Prämie der (Brutto-)Kaufpreis insgesamt um bis zu 6.570,- Euro sinkt.

Das Leasing eines Elektroautos erhält die gleiche Förderung.

 

Die BAFA-Prämie wurde bis zum 31.12.2025 verlängert. Der Bund stellt 2,09 Mrd. € zur Verfügung. Das reicht für ca. 700.000 BEVs mit Netto-Listenneupreis bis 40.000 Euro.

Ablauf und Beantragung

Mit der neuen BAFA-Regelung hat sich das Antragsverfahren etwas vereinfacht. 

Der Hersteller zieht seinen Anteil an der E-Auto Prämie direkt bei der Bestellung bzw. Erstellung der Rechnung ab und weist das als eigenen Posten aus. 

Erst nach dem Kauf und nach der Zulassung des E-Autos auf Sie als Halter stellen Sie Antrag online bei der BAFA.  Senden Sie den Kaufvertrag bzw. Leasingvertrag (inkl. Leasing-Kalkulation) sowie eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil II als Anlagen mit. Von dort erhalten Sie einen Bewilligungsbescheid und die BAFA überweist den Bundesanteil an der E-Auto Prämie, d.h. am Umweltbonus, direkt auf Ihr Konto. 

Nur bei gewerblichem Leasing ist es erlaubt, den Bundesanteil an der BAFA-Prämie an den Leasinggeber abzutreten, wenn auch der Bundesanteil in die Leasing-Sonderzahlung fließt. 

Die Antragstellung erledigt meist Ihr Autohändler für Sie; sprechen Sie ihn darauf an

Die Bedingungen für Ihre E-Auto Prämie

  • das Elektroauto muss ein Neuwagen sein
  • es muss in der BAFA-Liste aufgeführt sein; diese enthält aktuell 284 E-Fahrzeuge (Stand Ende November 2019)
  • der BAFA-Listenpreis des E-Autos muss unter € 40.000 bzw. € 65.000 liegen
  • Sie müssen mindestens 6 Monate Halter/In des E-Autos bleiben
  • neu: Auch junge Gebrauchtwagen können die BAFA-Prämie erhalten (max. 1 Jahr alt, max. 15.000 km, noch nicht (in Europa!) gefördert)

Auf der Rechnung des Autohauses bzw. der Leasinggesellschaft muss der Basis-Listenpreis aufgeführt sein. Dieser Preis ist der niedrigste Netto-Listenpreis des Basismodells zum Zeitpunkt der Markteinführung in Deutschland. Sonderausstattungen und/oder Extras sowie die Mehrwertsteuer werden nicht berücksichtigt. Es kann vorkommen, dass das Basismodell gemäß BAFA-Listenpreis so nicht tatsächlich käuflich ist, sondern nur Fahrzeuge mit höherer Motorleistung, größerem Akku und besserer Ausstattung in den Handel kommen.

Weitere Förderungen von Elektroautos in den Bundesländern

Neben der E-Auto Prämie des Bundes gibt es auch in den einzelnen Bundesländern Förderprogramme für Elektromobilität. Zum Beispiel folgende:

Baden-Württemberg:

Programm „Marktwachstum Elektromobilität BEW“

  • Unternehmen können sich die Anschaffung von Elektrofahrzeugen mit dem BW-e-Gutschein fördern lassen. Sie erhalten in Gebieten mit sog. “NO2-Grenzwert-Überschreitung” einen staatlichen Zuschuss von 5.000,- Euro bzw.  3.000,- Euro in Gebieten ohne Grenzwertüberschreitung. Der Kauf von elektrischen LKW und Bussen wird mit 50 % der Mehrkosten unterstützt bis maximal 100.000,- Euro.
  • Taxibetriebe können bei der Anschaffung von elektrischen Taxis folgende Förderungen erhalten:
  • 8.000,- Euro je E Taxi
  • 60 % für die Installation eines DC-Schnellladers bis maximal 30.000,- Euro.
  • 60% für den Netzanschluss an das Mittelspannungsnetz bis maximal 50.000,- Euro.

Die Ladestation darf allerdings ausschließlich von den firmeneigenen Taxis genutzt werden.

Bayern:

Der Freistaat Bayern zahlt ebenfalls E-Auto Prämien. Er fördert mit verschiedenen Programmen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen für modellhafte Projekte im Bereich Elektromobilität.

Berlin / Brandenburg:

Das Programm WELMO richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler. Diese erhalten eine E-Auto Prämie von maximal 4.000,- Euro für die Beschaffung von elektrischen PKW bzw. von maximal 8.000,- Euro für elektrische Nutzfahrzeuge ab 2,25 to Gesamtmasse. Zusätzlich gibt es eine Abwrackprämie von bis zu 1.000,- Euro für PKW bzw. von bis zu € 1.500,- Euro für LKW, wenn ein Verbrennerfahrzeug mit EURO-1 bis EURO-4-Abgasnorm endgültig stillgelegt wird.

Hamburg:

Einen besonderen Weg der E-Auto Prämie geht die Hansestadt Hamburg. Sie fördert das Leasing von E-Autos für Pendler aus den Umlandgemeinden Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Harburg und Stade. In Kooperation mit bestimmten Leasinggebern bezuschusst die Hansestadt die monatlichen Leasingraten mit 40 % der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner.

Für private Haushalte stehen aktuell 4 Fahrzeugmodelle zur Auswahl:

  • NISSAN eNV200, NISSAN Leaf, RENAULT Zoe, VW e-Golf.
 

Gewerbliche Leasingnehmer sind bei der Modellwahl frei.

Der Zuschuss wird direkt an den Leasinggeber gezahlt, der die Leasingrate entsprechend mindert. Einen eigenen, gesonderten Antrag müssen Sie bei dieser E-Auto Prämie nicht stellen. Fragen Sie einen regionalen Händler der Marken Nissan, Renault oder VW, ob er an diesem Programm teilnimmt und Sie dementsprechend bezuschusst werden.

Nordrhein-Westfalen:

Programm progres.nrw

Über das Programm progres.nrw fördert das Bundesland die Einrichtung von Ladeinfrastruktur innerhalb des Bundeslandes. 

Dort ansässige Unternehmen erhalten auf Antrag außerdem eine E-Auto Prämie für:

  • rein batterie-elektrische Nutzfahrzeuge (Klassen N1 und N2) zwischen 2,3 to und 7,49 to; es werden 8.000,- staatlicher Zuschuss zum elektrischen Nutzfahrzeug gezahlt.
 

Mit der Erhöhung der BAFA-Prämie auf bis zu 6.570 Euro seit dem 19.02.2020 hat das Wirtschaftsministerium NRW die bisherige Förderung für batterie-elektrische PKW für Gewerbe, Unternehmen, Vereine und Verbände nach 6.000 geförderten Fahrzeugen von jetzt auf sofort beendet.

Ebenfalls über das Programm „progres.nrw“ können Unternehmen und Vermieter eine Förderung für Beratungen rund um die Elektromobilität erhalten. Das betrifft sowohl eine qualifizierte Unterstützung bei der Umstellung der Firmen- bzw. Dienstwagen als auch Beratungen zum Aufbau einer geeigneten Ladeinfrastruktur. 
 

Enomo bietet solche Beratungen an.

WICHTIG: Alle hier genannten Förderungen sind mit der BAFA-Prämie kombinierbar und werden zusätzlich (!!)  geleistet. 

Steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen

Alle Elektrofahrzeuge, die ein E-Kennzeichen führen dürfen, sind nach dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität für 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Diese Regelung gilt zunächst für Neuzulassungen bis einschließlich dem 31.12.2020.

E-Auto Prämien für Arbeitgebende und Arbeitnehmende

Dieses Gesetz sieht einige weitere steuerliche Förderungen im Zusammenhang mit dem Laden des E-Autos vor.

  • Fall 1: Der Arbeitgebende errichtet auf dem Betriebsgelände Ladestationen und erlaubt seinen Mitarbeitenden dort das Laden ihrer privaten E-Autos. Er darf die Nutzung der Ladestation und den Ladestrom verschenken, wenn das zusätzlich zum Arbeitsentgelt erfolgt.
  • Fall 2a: Der Mitarbeitende nutzt einen elektrischen Dienstwagen auch für private Zwecke. Wenn er den Wagen bei sich zuhause an seiner eigenen Wallbox / Ladestation lädt, darf der Arbeitgebende die Stromkosten des Ladens ebenfalls steuerfrei erstatten. Ein Nachweis der Ladestromkosten kann über das Back-End der Wallbox oder über einen Unterzähler erfolgen.
  • Fall 2b: Der Mitarbeitende nutzt seinen elektrischen Dienstwagen auch für private Zwecke. Der Arbeitgebende darf ihm eine Ladestation / Wallbox zuhause unentgeltlich leihweise zur Verfügung stellen und alle Kosten übernehmen.
 

In allen drei Fällen ist das für den  Arbeitgebenden ein betrieblicher Aufwand, der nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Für den Mitarbeitenden ist die Leistung steuerfrei und kein geldwerter Vorteil.

Diese Regelung hat der Bundestag jüngst bis zum 31.12.2030 verlängert.

Die private Nutzung von Dienstwagen sieht der Gesetzgeber nach wie vor als geldwerten Vorteil an, der monatlich zusätzlich zum Einkommen zu versteuern ist. Hier sind Dienstwagenfahrer mit E-Auto deutlich im Vorteil, da nur der halbe Listen-Neupreis angesetzt wird.  Bei einem Listen-Neupreis von max. € 40.000 müssen Sie sogar nur ein Viertel des Listen-Neupreis als geldwerten Vorteil mit Ihrem Einkommensteuersatz versteuern.

Ein kleines Rechenbeispiel soll den finanziellen Vorteil verdeutlichen:

Verbrenner 1 E-Auto 1 Verbrenner 2 E-Auto 2
Listen-Neupreis 50.000€ 50.000€ 40.000€ 40.000€
steuerlich anzusetzen 50.000€ 25.000€ 40.000€ 10.000€
Entfernungskilometer Wohnort - Arbeitsstätte 20 km 20 km 20 km 20 km
1% Pauschale 500€ 250€ 400€ 100€
0,03 % bei 20 km 300€ 150€ 240€ 60€
geldwerter Vorteil, mtl. 800€ 400€ 640€ 160€
zusätzliche mtl. Einkommensteuer (bei 35% ESt-Satz) 280€ 140€ 140€ 56€

Für den Arbeitnehmer als Dienstwagenfahrer sind damit alle Fahrzeugkosten abgedeckt, auch für die private Nutzung.

Diese Regelung gilt für rein batterie-elektrische Fahrzeuge und für Plug in Hybride, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2031 erstmals zugelassenen sind.

Bei Fahrzeugen mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 2019 wird weiterhin 1% des vollen Listen-Neupreises als geldwerter Vorteil angesetzt. ABER: Es werden hier Freibeträge für die Mehrkosten durch den Akku gewährt. Aktuell sind es 200,- Euro je kWh Batteriekapazität bis max. 7.000.- Euro. Der Freibetrag und die Obergrenze werden schrittweise gesenkt.

Ebenfalls neu beschlossen hat der Bundestag die Einführung einer Sonder-AfA für rein batterie-elektrische Nutzfahrzeuge der Klassen N1, N2 und N3. Sie betrifft Nutzfahrzeuge in der beliebten Klasse bis 3,5 to bzw. 4,25 to bei elektrischen Nutzfahrzeugen. Ab 1. Januar 2020 kann im Jahr der Anschaffung eine Sonderabschreibung in Höhe von 50 % der Anschaffungskosten vorgenommen werden. Auch diese Regelung gilt bis Ende 2030.

Diese 50%-Sonder-AfA gilt auch für elektrische Lastenräder mit mindestens 1 m³ Ladevolumen

Sonstige Vergünstigungen

Über das Elektromobilitätsgesetz (EMoG) können auch Kommunen die Nutzung von Elektroautos fördern. Das EMoG gilt für: 

  • reine Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV),
  • Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) und
  • Plug In Hybridfahrzeuge (PHEV) mit mindestens 40 km elektrischer Reichweite oder maximal 50 g CO2-Ausstoss je 100 km.

Beispielsweise kann die Kommune die Benutzung von Bus- und Taxispuren (sog. Sonderspuren) für Elektroautos erlauben. Auch kostenfreies Parken auf öffentlichen Parkplätzen kann erlaubt werden; oder die Kommune kann Parkplätze ausschließlich für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen reservieren. Das EMoG unterstützt so die Nutzung von Elektromobilität – fragen Sie einfach mal bei Ihrer Kommune nach, wie sie das EMoG für Sie umgesetzt wird. 

Diesen Beitrag teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on xing
XING
Share on linkedin
LinkedIn
enomo verwendet den Einsatz von Cookies um Ihnen ein bestmöglichen Online-Service zu gewährleisten. Durch Nutzung der Webseite erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen unserer Datenschutzerklärung zu.