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Wallbox 22kW zuhause möglich oder Sinnlos?

Wallbox 22kW
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Ob Sie Ihr Elektroauto zuhause an der Wallbox mit 22 kW laden können, entscheidet sich an zwei Fragen:

  1. Wie viel Strom nimmt Ihr E-Auto überhaupt an?
  2. Wie viel Strom kann Ihre Wallbox liefern?

Wie bereits in unserem Beitrag Wallbox 11 kW geschildert, können die meisten aktuellen Elektroautos nur zwischen 5,5 kW und 11 kW laden – Plug-in Hybride oftmals gar nur mit 3,6 kW. Der Kauf einer Wallbox mit 22 kW Ladeleistung scheint also nur wenig Sinn zu machen.

Oder eben doch?

Dieser Beitrag im Überblick

E-Autos, die mit 22 kW laden können

Zum einen gibt es Elektroautos mit einer höheren Ladeleistung. Gerade die weit verbreiteten  Modelle Renault ZOE, Tesla S und X sowie BMW i3 können mehr als 11 kW an einer Wechselstrom-Ladestation laden:

  • Die ZOE kann serienmäßig bis zu 22 kW laden, ältere Modelle sogar bis zu 43 kW. 
  • Die Tesla Modelle S und X (bis 06/2019) konnten serienmäßig 11 kW laden, mit der Aufpreis pflichtigen Option „double charger“ auch 22 kW. Neue Tesla S und X (ab 07/2019) laden ausschließlich mit 16,6 kW. 
  • Der BMW i3 lädt serienmäßig mit 11 kW und kann per Option (Aufpreis) auf eine Ladeleistung von 22 kW aufgerüstet werden.

Bei diesen E-Autos verkürzt eine 22 kW Wallbox die Ladezeit erheblich – was Sinn macht.

Eine komplette Übersicht zu Elektroauto – Ladeleistungen finden Sie in unserem Beitrag über Ladestecker

Anmeldung einer 22kw Wallbox

Nach der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) muss jede Wallbox, die eine Mindestleistung von 3,7 kW erzeugt, beim Netzbetreiber angemeldet werden. Das gilt für alle Wallbox-Modelle, vom einfachsten 3,7-kW-Modell bis zu den beliebten 22-kW-Wallboxen. Die Anmeldung ist einfach und kann online oder per Post erfolgen. Für die Anmeldung ist es wichtig, dass Sie wissen, wer überhaupt Ihr Netzbetreiber ist. Diese Information finden Sie auf Ihrem Stromzähler und auf Ihrer jährlichen Stromrechnung. Sobald Sie diese Informationen haben, können Sie die Registrierung beantragen.

Der Antrag muss innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt des Netzanschlusses gestellt werden. Nachdem der Antrag gestellt wurde, muss der Netzbetreiber ihn innerhalb von zwei Monaten genehmigen. Wenn alles reibungslos verläuft, erhalten Sie die Registrierung innerhalb von vier Monaten. Aber passen Sie auf, dass Sie den Netzbetreiber nicht mit dem Stromanbieter verwechseln! Es handelt sich um zwei verschiedene Unternehmen und sie haben unterschiedliche Verfahren.

Für Wallboxen mit einer Leistung von 12 kW oder mehr ist neben der Anmeldung auch eine Genehmigung des Netzbetreibers erforderlich. Liegt diese nicht vor, dürfen Sie Ihre Wallbox nicht installieren.
Es muss kein Nachteil sein, wenn Ihre Ladestation eine höhere Ladeleistung ermöglicht. Denn alle 22 kW Wallboxen lassen sich herunter regeln, per Software oder direkt in der Hardware. So kann die Stromaufnahme auf 3,6 kW oder 7,4 kW bzw. 11 kW begrenzt werden. Wenn Ihr Netzbetreiber in nicht allzu ferner Zukunft sein Netz dann so weit ausgebaut hat, dass auch für Sie 22 kW an Strom abzurufen sind, stellen Sie Ihre 22 kW Wallbox einfach wieder auf den maximalen Ladestrom ein.

Eine andere Möglichkeit, Netzengpässe zu umgehen, ist einen unterbrechbaren Stromzähler (smart meter) installieren lassen. Damit ermöglichen Sie dem Netzbetreiber, bei kurzfristig zu starker Stromnachfrage im Netz die Leistung Ihrer 22 kW Wallbox gezielt herunterzufahren. Oftmals belohnen die Stromnetzbetreiber den Einbau dieser smart meter mit einem finanziellen Zuschuss.

Installation einer 22kW Wallbox

Die Hauptkosten fallen für das Kabel an, das lang genug sein muss, um den Sicherungskasten zu erreichen, und einen entsprechenden Durchmesser haben muss. Installations- und Wartungsdienste werden in der Regel von den Anbietern angeboten, so dass es wichtig ist, vor dem Kauf die Preise zu vergleichen. Der Aufwand der Installation einer 22-kW-Wallbox ist im Vergleich zu einer Wallbox mit niedrigerer Ladeleistung nicht oder nur verschwindet gering höher, sollte aber von einem Elektriker durchgeführt werden. Eine 22-kW-Wallbox erfordert in der Regel die Verwendung einer Zuleitung mit einem Querschnitt von mindestens 6 mm².

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Die Förderung von 22kW Wallboxen

Die deutsche Regierung bietet einen Zuschuss für die Installation von Wallboxen mit einer Ladeleistung von 11 kW (pro Ladepunkt) über die KfW. Wallboxen mit einer geringeren Leistung (z.B. 4,6 kW) sind nicht förderfähig. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW sind nur förderfähig, wenn sie auf 11 kW gedrosselt werden.
Eine nachträgliche Erhöhung der Ladeleistung auf 22 kW ist damit ausgeschlossen.

Die Anpassung der Ladeleistung darf daher nur von autorisiertem Fachpersonal vorgenommen werden und muss vom Endverbraucher technisch ausgeschlossen werden können. Die geförderte Wallbox/Ladestation muss ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme mindestens ein Jahr lang bestimmungsgemäß genutzt werden.

Mit der Förderung der Installation dieser Wallboxen unterstützt die Bundesregierung die Nutzung von Elektrofahrzeugen und hilft, Emissionen zu reduzieren.

 

Welche Hersteller bieten 22kW Wallboxen an?

Auch aus einem anderen Grund heraus kann es sinnvoll sein, schon jetzt eine Wallbox mit 22 kW Ladeleistung zu installieren. Denn damit sind Sie sich von Anfang an zukunftssicher für E-Autos der nächsten Generation, die mit ziemlicher Sicherheit höhere Ladeleistungen haben werden. Die Preisunterschiede gegenüber einer 11 kW Wallbox sind hingegen eher gering. Sie können außerdem davon ausgehen, dass die Wallbox deutlicher länger von Ihnen genutzt wird als das E-Auto: Ihre Wallbox funktioniert auch in 15 oder 20 Jahren immer noch einwandfrei. Ob Sie dann immer noch Ihr heutiges Elektroauto fahren werden?

Wallboxen mit 22 kW Ladeleistung gibt es von vielen Herstellern am Markt. Wahlweise verfügen die Ladestationen über eine Ladesteckdose oder über ein festangeschlagenes Ladekabel. Die Preise beginnen bei ca. € 500 für einfache Wallboxen und reichen bis ca. € 4.500 für komplexe Ladesäulen. Hinzu kommen immer die individuellen Kosten der Elektroinstallation durch einen Fachbetrieb.

In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen ausgewählte 22kW Wallboxen kurz vor:

ModellWallbox Pulsar Plus ABL eMH1 Wallbox – Typ2ABB Terra AC Wallbox 6AGC081279innogy eBox professional
LadeanschlussTyp 2Typ 2Typ 2 SteckdoseTyp 2
HerkunftSpanienDeutschlandSchweizDeutschland
Kabel5 Meter, 7 Meter6 MeterOhne6,5 Meter
EnergiezählerJaNeinJaNein
SicherheitDC Fehlerstromsensor, ÜberspannungsschutzDC Fehlerstromsensor, ÜberspannungsschutzDC Fehlerstromsensor, ÜberspannungsschutzDC-Fehlerstromsensor
KommunikationWLAN, OCPP, BluetoothRS485WLAN, LAN, OCPP, BluetoothSim-Karte, Ethernet, WLAN, Bluetooth, OCCP
Garantie2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
AutorisierungAppSchlüsselschalterRFID, APP, FreigabekontaktRFID, Plug&Charge, App

Zukunftssicher

Auch aus anderen Gründen heraus kann es sinnvoll sein, schon jetzt eine Wallbox mit 22 kW Ladeleistung zu installieren:  

Vorteile einer 22 kW Wallbox:

  • Zukunftssicher, da E-Autos der nächsten Generationen mit ziemlicher Sicherheit höherer Ladeleistungen haben werden
  • Die Preisunterschiede gegenüber einer 11 kW Wallbox sind gering
  • Eine Wallbox hat eine längere Lebensdauer als Ihr E-Auto – benötigen Sie in 15 oder 20 Jahren immer noch nur 11 kW Ladeleistung? Wahrscheinlich nicht!

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